Schweden

Erstmal ein schöner Link zum Freistehen

Nun zu unserer Tour

Am 23.5. war es soweit und wir starteten nach Travemünde, um von dort am nächsten Morgen mit der Finnline Fähre Nordlink nach Malmö zu fahren.

Übernachten konnten wir in Travemünde auf einem Stellplatz im Fischereihafen und sogar einen Platz mit Blick auf den Hafen für 16€ ergattern.

Bei 25° konnten wir die Wärme genießen bis am Nachmittag ein Gewitter aufzog. Als der Regen aufhörte, suchten wir uns ein Restaurant am Hafen aus, um Scholle und Zander zu genießen…naja, bis auf die vielen Gräten im Zandern.

Am nächsten Morgen starteten wir gegen 7.30 Uhr zum Einchecken. Bei einem Gespräch mit anderen Wohnmobilisten erfuhren wir, dass die Kabinen auch sehr günstig sind,und somit buchten wir uns auf der Fähre eine Außenkabine für 55 €. Dort konnten wir chillen,fernsehen, duschen und hatten eine eigene Toilette. Was für ein Luxus! Und durch die super Lage hatten wir einen guten Blick Richtung Fahrtrichtung.

Die Überfahrt war sehr ruhig, und gegen 19 Uhr erreichten wir Malmö. Zur Begrüßung schon von Weitem zu sehen die beeindruckende Öresundbrücke, die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr.

Nun mussten wir nur noch den vorher ausgesuchten Übernachtungsplatz in 30km Entfernung finden, der uns gut gefiel…bis sich ein Finne mit seinem Womo so stellte, dass der Blick zum Sonnenuntergang weg war.

Die Nacht war ruhig, bis auf die Rückenschmerzen von Hans, die ihn sehr nervten.

Trotzdem entschied er sich für die Weiterfahrt.

Das nächste Ziel in knapp 200km war der Nationalpark Store Mosse. Dort bestiegen wir den Aussichtsturm,55 Stufen hoch mit mehreren Etagen.Der See lag in weiter Entfernung, aber im Moorbereich konnten man diverse Kraniche erkennen.

Die Zivilisation lässt grüßen

Nach dem Besuch des Naturums suchten wir einen Übernachtungssplatz, denn auf den Parkplätzen rund um das Naturschutzgebiet waren die Parkplätze für Übernachtungen verboten.Nun begann eine Art Irrfahrt, denn der per Internet rausgesuchte Stellplatz in knapp 40km stellte sich als gesperrt raus.Unterwegs hatten wir einen Hinweis auf einen Campingplatz gesehen, fanden ihn aber nicht wieder, weil wir von einer E auf die andere fuhren und irgendwann den Überblick verloren. Nachdem wir insgesamt bestimmt 100km gefahren waren, fanden wir endlich eine Badestelle mit Parkplatz im Wald und konnten unser Essen kochen, Nudeln mit Pesto.Dann noch Großabwasch und endlich Feierabend und eine ruhige Nacht.

Am nächsten Tag fuhren wir bei schönsten Wetter bis zu 25° zum Hornborga See…das Mückenparadies schlechthin. Das Womo war stark belagert.

Das Naturum und seine komplette Anlage sind absolut sehenswert. Die Kraniche waren bis auf ca. 30 Paare weitergezogen in den hohen Norden. Ansonsten gab es sehr viel Graugänse, Lachmöwen, ein paar Flussseeschwalben, Kiebitze uns sonstige Kleinvögel.

Impressionen von unterwegs

Am nächsten Tag zogen wir weiter zu dem CampingplatzÖrnäs in Amal. Wir hatten schönstes Wetter, mindestens 25°, und ergatterten einen schönen Platz direkt am Ufer des Vänern.

Nachdem Hans ein kurzes Bad im sehr kalten Vänern genommen hatte, war ich gerade dabei, ihm den Rücken einzucremen, als ich im Augenwinkel eine Bewegung im Wasser wahrnahm. Es war ein Prachttaucher! Schnell wurde das Eincremen eingestellt, die Kameras raus geholt und fotografiert. Im Laufe der Zeit schwammen noch andere Wasservögel vorbei.

Das Highlight konnte Hans fotografieren, der inzwischen barfuß auf den Felsbrocken nach unten balanciert war, um eine bessere Position zu haben: der Fangerfolg des Prachttauchers.

Diese Highlight-Fotos des Prachttauchers werden später eingestellt.

Der nächste Morgen begann bewölkt, und bis zum Mittag war ein Gewitter durchgezogen, das bis in den frühen Nachmittag einige Regenschauer brachten.Anschließend mühte sich die Sonne durch die Wolkendecke. Draußen sitzen war nicht, aber ideales Wetter für Formel 1 schauen, Bericht weiterschreiben und Fotobearbeitung.

Am darauffolgenden Tag ging es nach Bastnas zum Oldtimerfriedhof. Auf die Kilometerzahl haben wir dieses Mal nicht geachtet.Auf jeden Fall war die Strecke, die von der E18 Richtung Bastnas führte, recht abenteuerlich. Nach 6 Kilometern befuhren wir nämlich 12 km lang eine engere Schotterpiste. Gut, dass wir keinen Gegenverkehr hatten, da wäre die Schreiberin ganz schön ins Schwitzen gekommen.

Der Autofriedhof mitten im Wald war schon sehenswert. Da lagen allerlei uralte Schätzchen herum,teilweise sehr von der Natur eingenommen.

Auf dem Rückweg hielten wir an einer Badestelle, und Hans ging wieder baden.Anschließend fuhren wir Richtung Hallefors.

Unterwegs fanden wir eine Badestelle, an der wir ,wenn es nach der Fahrerin gegangen wäre, auch übernachtet hätten. Aber nach dem Abendessen übernahm Hans mal das Steuer für die restlichen 61km, und somit landeten wir dann doch bei Hallefors im Naturreservat Knuthöjdsmosse und konnten das Wohnmobil für die Nacht parken. Ein Rundgang musste natürlich auch noch sein, und so sahen wir unsere ersten Sterntaucher, die wir in den Folgetagen auch wunderbar fotografieren konnten, wobei der Folgetag erstmal bis auf den späten Nachmittag, wo es kurz aufhellte, verregnet war.Aber der Mittwoch war dann schon besser,wenn auch mit 17° deutlich kühler.

Der Vormittagsrundgang brachte schöne Fotos, sogar die Paarung eines der 3 Pärchen konnte festgehalten werden. Am Nachmittag ging es dann nur mit kürzeren Brennweiten los, denn die Schlepperei des 600er Objektivs mit Stativ war schon heftig für Hans, dessen Rückenschmerzen nicht zur Ruhe kamen. Den neuen gekauften Trolley konnten wir leider auf dem 2-brettrigen Steg nicht benutzen.

Am nächsten Morgen entschied sich Hans nochmal zu einem Besuch der Sterntaucher und konnte wieder eine Paarung festhalten.

Diese Highlight-Fotos der Sterntaucher werden später eingestellt.

Anschließend wurden Entsorgung,Versorgung mit Wasser und tanken vorgenommen, um dann Richtung Västeras zu fahren. In der Nähe gibt es ein Bartkauzrevier. Vielen Dank an Rob für diesen Tipp. Vorher mussten wir noch einkaufen und fanden anschließend den Stelle, an der der Kauz fliegt.Leider war es viel zu stürmisch, so dass er nicht flog und wir vergeblich in der Kälte standen.

Am sehr frühen Morgen gegen 4 Uhr vernahm Hans Stimmengemurmel in der näheren Umgebung und stellte fest, dass die ersten Naturfotografen eintrafen. Auch hatte der Wind nachgelassen, so dass die Chancen auf den Auftritt des Bartkauzes gut standen. Die Schreiberin hatten mal wieder starke Kopfschmerzen und blieb deshalb im Bett.

Das passiert, wenn man mit zuviel Brennweite arbeitet:

Knapp eine Stunde später begann die Flugshow und dauerte ca. eine ¾ Stunde. Dabei entstanden schönen Fotos.

Suchfotos

Die Highlight -Fotos kommen später.

Wir entschieden uns trotz der perfekten Fotos noch 1 Tag zu bleiben.Vielleicht lässt der Wind wieder nach für schöne Abendfotos und die Schreiberin kann sich am nächsten Morgen früh aus dem Bett bewegen.

Ja, konnte sie,denn bereits um 3.50 Uhr wachte sie auf.Keine 10 Minuten später funktionierte auch der Weckdienst durch andere Naturfotografen, denn jemand klopfte beharrlich an der Tür, bis Hans öffnete. Die Nachricht lautete: Der Bartkauz sitzt hinter dem Wohnmobil. Schnell die Klamotten an bzw. über den Schlafanzug gezogen und raus, die Kameras lagen schon startbereit. Das Licht war noch nicht so dolle,deshalb mussten hohe ISO-zahlen her. Der Kauz saß inzwischen an anderer Stelle auf einem Pfosten neben der Straße und störte sich nicht an den sich heran robbenden Fotografen. Später saß sie mal hier, mal da, mal dort, gut 1 ½ Stunden lang auch sehr weit entfernt,um dann später doch noch näher heran zu kommen.

Insgesamt 4 ½ Stunden saßen wir auf Lauer, bei niedrigen Temperaturen…es hatte in der Nacht leicht gefroren….Die Schreiberin verzog sich zwischendurch mal kurz ins Womo,um Wärme zu tanken. Aber der ganze Aufwand hat sich gelohnt.

Diese Fotos des Bartkauzes werden später eingestellt.

Nach dem Frühstück packten wir zusammen, und ich fuhr uns ca. 250km weiter nördlich auf den Campingplatz in Orsa,es war mal wieder Ausruhen angesagt, bei dem Wetter kein Problem, leichter Regen und am Sonntag bedeckt.So früh warenn wir während der Tour noch nie ins Bett gegangen: 20.45 Uhr. Aber es war dringend nötig. Der Pfingstsonntag blieb dem weiteren Ausruhen,Bericht schreiben und Fotos bearbeiten. Außerdem wurde die nächste Etappe ausgesucht.

Vorher sollte aber noch eine Alugasflasche aufgetankt werden.

…hat am nächsten Tag geklappt,aber der Preis: 16 kg für 585 Kronen = 60€…sehr sehr heftig.

Danach fuhren wir zunächst ca. 150km landschaftlich schöne Strecke und dann 150km E45 bis nach Östersund,wo die Lebensmittel und Getränke im großen Supermarkt Maxi aufgefüllt wurden.

Was für ein Auto!!!

Anschließend übernachteten wir auf dem Wohnmobilstellplatz Jamtli.

Der Sonnenuntergang war gegen 23 Uhr,knapp 4 Stunden später sollte sie wieder aufgehen.

Der nächste Tag begann regnerisch,trotzdem entdeckten wir 2 vorbei schwimmende Sterntaucherpaare und einen Specht im Baum.

Unterwegs nach Vilhelmina regnete es fast ununterbrochen bei 8-9°.

Nach 240km erreichten wir Kolgarden Camping in Vilhelmina,zum Glück hatte sich der Regen gelegt,dafür stürmte es. Ca. 15km vor Vilhelmina entdeckten wir die ersten Rentiere.

Heute hat die Schreiberin bereits über 2000km gefahren.

In Kolgarden waren wir bereits im Februar 2009, Vieles kam uns also bekannt vor. Ein schöner Platz direkt am See war frei, Fernsehampfang und freies Internet gab es auch.Perfekt für das Fußballspiel Dänemark-Deutschland.

Unsere damalige Hütte.

Eins muß ich mal erwähnen: Vorbildlich sind die Sanitäranlagen,haben mir ausgesprochen gut gefallen! Vielen Dank.Auch die Müllcontainer sind fein versteckt in einem gelben Holzhaus…Sehr vorbildlich, Carina und Robban, da setzte ich doch gern einen Link.

Nach der Entsorgung am nächsten Tag wurde die nächste Etappe in Angriff genommen. Eigentlich kann ich den Tag als den Rentiertag erklären, denn auf der Strecke traten sie verstärkt auf,aber nicht unerwartet,denn die Straßen waren teilweise 2km lang schnurgerade, so dass man sie gut erkennen konnte.

Weitere Rentierfotos folgen auch in einem eigenen Ordner.

Steinreich die Schweden.

 Nachdem wir noch einen Umweg über die 363 nahmen,kam dann der Hit: Polizeikontrolle, und die Schreiberin musste das erste Mal in ihrem Leben pusten.

Anschließend trafen wir noch auf 2 Rentiere, die am Kreiselverkehr teilnahmen…lustig.

Nun war die Suche nach einem Übernachtungsplatz dran. In einem Womo-Reisebuch gab es für das Reivo-Reservat gleich 3 Vorschläge, die dicht beieinander lagen. Allerdings musste man vorher 9,7 km Schotterpiste bewältigen, war wieder heftig. Der Platz unserer Wahl lag sehr ruhig.Nach ein wenig hin und herrollen funktionierte auch der Fernseher.

Schnee lag auch noch. Alle Birken hatten diesen Flechtenschmuck.

Am nächsten Tag fuhren wir insgesamt 350 km und übernachteten an einer Badestelle in Simo, Finnland.Vor der Einreise nach Finnland gabs noch ein paar Elchfotos,aber auch sie verdienen einen eigenen Bereich.

Jetzt geht es weiter in Finnland.