Kampfläufer

Nach 9 Tagen Fahrt erreichten wir das erste große Ziel: Balzplatz der Kampfläufer auf der Varangerhalbinsel.

Unser großes Ziel war der Brutplatz der Kampfläufer, also machten wir uns auf die Suche.Wir hatten keine Koordinaten sondern nur ungefähre Angaben mit 500m vor einem kleinen Örtchen, deshalb bogen wir auch zunächst falsch ab. Da die aufmerksame Beifahrerin aber auch einen anderen Weg in deutlich größerer Entfernung gesehen hatte, bogen wir dorthin ab. Man konnte dort Tempo 30km fahren. Zunächst ging es auch gut, aber nach ca. 1km zweifelten wir aufgrund des üblen Zustands der Strecke ob wir wirklich richtig seien. Hans war schon nahe dran umzukehren, aber dann überholte uns ein finnisches Fahrzeug ,und wir wussten, dass wir richtig sind, denn drinnen saßen Fotografen in grüner Kleidung.

Also folgten wir ihnen und kamen irgendwann nach einem Ritt durch die Pampa an. Zwischendurch konnten wir noch einen Skua fotografieren.

Schnell machte Hans das 600er mit der 5dMKIV klar, zog sich warm an und setzte sich fast 2 Stunden in Wind und Kälte (ca.5°) hin zum Fotografieren…mit Erfolg und schönen Fotos.

Sämtliche Fotos der Kampfläufer müssen noch bearbeitet werden.

Ich setzte mich auf den Picknickplatz und fotografierte einen Kampfläufer, der nicht auf dem Balzplatz geduldet wurde.

Dabei probierte ich das neue gebraucht gekaufte 200-400mm und vergaß dabei das Zoomen. Ergebnis: eine Küstenseeschwalbe nicht nur formatfüllend, sondern auch Schwanz abgeschnitten, obwohl ich auf der Bank weiter weg rutschte. Es wäre so einfach gewesen…

 

Vom Wohnmobil aus konnte ich noch diese Fotos von Blaukehlchen und Birkenzeisig machen.

Am nächsten Morgen waren die Lichtverhältnisse noch schlechter,und deshalb zockelten wir wieder den gräßlichen Weg ,der nur aus Löchern bestand, zurück und fuhren nach Hamningsberg. Auf dem Schotterweg entstanden noch ein paar schöne Aufnahmen der Goldregenpfeifer und des Skua.