Grünkohl aus dem eigenen Garten

Man muss schon einigermaßen verrückt sein, Grünkohl aus dem eigenen Garten zu bearbeiten.Zugegeben, die 4 Pflanzen machten sich auf dem Hochbeet sehr gut, wuchsen kräftig heran.Auch irgendwelche weißen Fliegen…nicht identifiziert…fanden die Grünkohlpflanzen als Wohnstube hervorragend geeignet. Beim Schütteln flogen sie nur auf, um sich alsbald wieder dort einzufinden.

Gut,dachte ich,der 1.Frost kommt bestimmt, dann wird es sich erledigt haben.

Aber als ich dann ernten wollte, staunte ich nicht schlecht, dass die Biester nach dem Reinholen in die Küche sich doch noch als sehr lebendig entpuppten. So schnell waschen konnte ich gar nicht wie sie ihren Flug aus den Blättern starteten. Baden wollten sie offensichtlich nicht.

Heute, nach etlichen Frosttagen-und nächten erntete ich wieder eine große Portion. Dieses Mal flog nichts mehr aus den Blättern auf. Aber trotzdem dauerte die Reinigungsphase von ca. 660gr Grünkohl sage und schreibe gut 1 Stunde. Erst alles ins Wasser tauchen…in 2 Etappen…dann mit einer Bürste viele tote weiße Fliegen und Eier abschrubben. Der 2.Durchgang erfolgte unter Einsatz der Duschbrause, und ich begrüßte jedes noch so kleine Blatt per Hand. Danach rupfte ich die Blätter von Stängel und schleuderte sie anschließend in der Salatschleuder so halbwegs trocken.

Erst dann konnte ich im Thermomix weiterarbeiten, und nach 1 1/2 Stunden begann der Grünkohl zu kochen.

Was für ein Aufwand! Ich glaube, Ende des Jahres kaufe ich doch wieder die Portionen auf dem Markt. Mal sehen, wie sauber diese Ware dann ist.

Und während ich diesen Text schreibe, höre ich, dass wieder ein Vogel gegen den Wintergarten geflogen war. Meistens bedeutet das nur eins: der Sperber ist da. Ich also mit Kamera und 500er + 1.4x Konverter schnell hin, und das saß er…bzw. sie im Apfelbaum des Nachbarn. Zu seinem Leidwesen hatte er keine Beute machen können, ruhte sich aber etwas aus, putzte sich,um dann nach ca. 5 Minuten wieder abzufliegen.

Gut, dass die Fensterscheiben so sauber sind, denn dadurch konnte ich ohne Stativ schnell ein paar ansehnliche Fotos zu machen.

Und so endet der Bericht zum Grünkohl mit einem Sperberfoto, auch nicht schlecht.

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